- HF8_BdU (alternativo)
Tipologia
- HF8
Contenuto
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Unterheft Bilder des Unsichtbaren.
(Geschichte.) Die Idee der Ausstellung Bilder des Unsichtbaren wurde ca. 2006 von Dr. Ark. Luisa Provasoli in Gallarate, Italien, vorgeschlagen, als ihr der Archivverwalter seine Zusammenarbeit mit Chiara Urani, Dokt. Rer. Nat. (heute Professor für Zellbiologie in der Universität Mailand-Bicocca) an das Zytoskelett beschrieb. Das Zytoskelett entsteht aus verschiedenen drahtartigen Proteinen einschl. Tubulin und Aktin. Die räumliche Anordnung der Tubulin- und Aktindrähte wird von manchen Kemikalien verzerrt. Der Ordnung-Unordnung Übergang läßt sich mit Fluoreszenzmikroskopie beobachten. In den 2000-Jahren wandten Chiara Urani, der Archivverwalter, sowie die Studentinnen Laura Fumarola und Valentina Chieppa, mathematische Methoden der Mustererkennung an, um solchen Übergang quantitativ zu beschreiben. Ästhetisch sind die Tubulin- bzw., AktinzytoskelettBilder anziehend: daher die Idee einer Ausstellung die {Biologie, Gestalt, Kunst} verbinden könne.
(Heute, im Archiv.) Archiv-weise, enthält heute das Unterheft des Namens Bilder des Unsichtbaren zwei Dokumente: Lebenswissenschaften und Reifenabrieb. Das Lebenswissenschaften Dokument ist nicht nur dem Zytoskelett gewidmet: es hat für Ziel nach Maßtab angeordnete Mikroskopbilder des Zellkernes, des Zytoskelettes, sowie von Zellkolonien, Nervenfasern und Geweben verschiedener Art, anzubieten. In der Zukunft wird jedem Bild des Dokuments ein eigenes Dokument entsprechen, das eine spezifische Eigenschaft des Lebenden, sowie ein spezifisches Wachstums-, bzw. Umwandlungsprozess beschreibt. Im Gebiet der Materialcharakterisierung gibt es, zumindestens im Fall dieses Archivs, und daher der geplanten Ausstellung, kein ähnliches Anordnungsprinzip. Ein gegebenes Dokument entspricht einem gegebenen Charakteriserungsvorhaben: z.B. Abrieb der Autoreifen (Dokument Reifenabrieb) und bio-mimetisches Keramikwachstum (Dokument Nanokeramik). Als die in Reifenabrieb enthaltene Bilder und Daten nur teilweise in der Vergangenheit veröffentlicht wurden, ist dieses Dokument noch nicht vom Aussen sichtbar. Das Nanokeramik Dokument wird in allernächster Zeit lesbar sein.
(Titeldeutung.) Mit Unsichtbarem versteht man hiermit alles, das mit dem nackten Auge einfach nicht sieht. Um das Unsichtbare in Sichtbares zu wandeln braucht man Methoden und Werkzeuge anzuwenden, um Bilder zu erzeugen. Bildenthaltende Dokumente oder Hefte, obwohl mit schriftlichen Kommentaren ausgestattet, genügen nur den Bestand eines Archivs anzuzeigen. Zu dem, gesammelte Bilder, obwohl in irgendeinem Saal angeordnet, machen keine Ausstellung im eigenen Sinne: die Führung eines lebendigen Menschen ist unverzichtbar. Die (eventuelle und endliche) künstliche Beurteilung wird in den Augen des Beobachters liegen. Für sicher soll diese Ausstellung Kenntniss in sichtbarer Form mit Hilfe von Bildern übertragen.
(Danksagung.) Bei allen obengenannten Leuten bedankt sich der Archivverwalter herzlich.
Mailand, Italien, 2026-0522.
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